Trocken und sauber werden
Wie viele Windeln haben Sie bis jetzt wohl gewechselt? Tausend, tausendfünfhundert? Und statt einfacher, wird es immer anstrengender. Je nach Temperament Ihres Kindes kann aus dem Wickeln schon mal ein richtiger kleiner Ringkampf werden. Doch ans Töpfchen ist im ersten Jahr noch nicht zu denken. Selbst wenn Ihr Kind größten Spaß daran hat – es sind Zufallstreffer. Denn erstmal muss es seine Blase und Schließmuskeln bewusst beherrschen lernen, und das ist vor dem zweiten, dritten Lebensjahr kaum möglich.
Bei manchen Kindern (vor allem Mädchen) ist es zwischen 12 und 18 Monaten so weit, bei den meisten später. Dann wird Ihr Kind Sie aus eigenem Antrieb darauf aufmerksam machen, dass es ihm im Schritt unangenehm wird. Es verzieht sein Gesicht, geht breitbeinig, weint oder sagt es vielleicht sogar schon mit Worten. Alles signalisiert: „Ich will jetzt sauber und trocken werden.“
Wie gut und schnell das gelingt, hängt dann zum Großteil von Ihnen ab. Denn was Ihr Kind jetzt braucht, sind viel Lob und Vorbilder, denen es auf der Toilette nacheifern kann und die es beim An- und Ausziehen unterstützen. Ein spezielles Sauberkeitstraining braucht es allerdings nicht – die Eigeninitiative Ihres Kindes ist die einzige und beste Voraussetzung, alles Notwendige zu lernen.


