Schwangerschaftsverlauf
NUK begleitet Sie durch die Schwangerschaft
NUK begleitet Sie Woche für Woche - Lernen Sie den Ablauf der 40 Wochen Schwangerschaft bis zur Geburt genau kennen und genießen Sie Ihre Schwangerschaft in vollen Zügen.
Was macht das Baby gerade?
Was ist aus medizinischer Sicht wichtig?
Ihr Schwangerschaftsverlauf
1. Woche
In der ersten Schwangerschaftswoche – beginnend mit dem ersten Tag der Regelblutung – sind Sie noch gar nicht schwanger. Sie dient allein der rechnerischen Bestimmung.
2. Woche
Der Eisprung findet statt. In den nachfolgenden Stunden ist die Chance einer Befruchtung optimal. Treffen männliche Samenzelle und weibliche Eizelle aufeinander und verschmelzen, entsteht die erste Zelle Ihres Babys: die Zygote.
3. Woche
Die befruchtete Eizelle wandert durch den Eileiter zur Gebärmutter. Auf dem Weg dorthin teilt sie sich weiter und bildet eine kugelige Ansammlung von Zellen. Ist die Eizelle in der Gebärmutter angekommen, nistet sie sich in die Schleimhaut der Gebärmutter. Die Eizelle wird in diesem Stadium Blastozyste genannt.
4. Woche
Eingenistet in der Gebärmutterschleimhaut beginnt sich die Blastozyste zu entwickeln zum Embryoblasten und zum Trohoblasten. Aus dem Embryoblasten entstehen das Kind und ein Teil des Mutterkuchens (Plazenta). Aus dem Trophoblasten entwickelt sich später vor allem die Plazenta.
Sie wissen noch nicht, dass Sie ein Kind erwarten. Nichts deutet auf eine Schwangerschaft hin. Doch im Inneren Ihres Körpers arbeitet der Organismus bereits auf Hochtouren, um Sie für die kommenden Monate fit zu machen.
5. Woche
Am Ende der Woche wird der Embryo bereits ein Herz haben, das schlägt. Ganze vier Millimeter misst es jetzt.
Ihre Monatsblutung bleibt aus. Der Schwangerschaftstest ist positiv.
6. Woche
Etwa sechs Millimeter ist der Embryo nun groß und hat das Aussehen einer kleinen Bohne. Wesentliche Organe entwickeln sich bereits: Das Herz schlägt kräftig, Leber, Magen, Darm und Eingeweide formen sich. Der Grundstein für das Gehirn wird gelegt, das Rückenmark ist vorhanden. Arme und Beine zeigen sich als feine Gliederknospen.
Die Entwicklung Ihres Kindes begleiten Sie möglicherweise mit Übelkeit und Erschöpfung. Vor allem am Morgen kann Ihnen schlecht werden, event_olduell müssen Sie sich auch übergeben. Auch Schlafstörungen können auftreten. Es gibt aber auch die Schwangere, die von all diesen klassischen Schwangerschaftsbeschwerden verschont bleibt.
7. Woche
Rund 14 Millimeter misst der Embryo. Schon werden die ersten Zeichen von Nase, Ohren und Mund sichtbar. Arme und Beine sind zwar noch sehr kurz, aber Hände und Füße nehmen bereits Formen an.
Ihr Busen wird größer und schwerer. Er bereitet sich schon auf seine spätere Aufgabe, das Stillen, vor.
8. Woche
Mittlerweile bringt der Embryo etwa 1,5 Gramm auf die Waage. Sein Herz schlägt 140 bis 150 Mal in der Minute – doppelt so häufig wie das, seiner Mutter. Der Kopf wird immer größer und scheint den Rest des Körpers an Größe überholen zu wollen. Der Sehnerv beginnt sich zu entwickeln und im Mund entsteht eine kleine Zunge. Wirbel bilden sich um das Rückenmark: die Wirbelsäule entsteht.
Schwangere sollten sich nicht übernehmen. Größere körperliche Anstrengungen sollten Sie vermeiden. Sie könnten zu Gebärmutterkontraktionen führen und eine Fehlgeburt verursachen. In der Regel gilt aber, dass eine normal angelegte Schwangerschaft nur schwer zu stören ist.
9. Woche
Die Entwicklung des Embryos geht rasend weiter: Es ist rund 20 Millimeter groß, sein Kopf nimmt dabei den meisten Platz ein. Der Hals entsteht und trennt den Kopf vom restlichen Körper. Das Gesicht formt sich weiter: Augen und Lider sind schon ausgebildet, die Lippe und die Anlagen für die Zähne finden ihren Platz.
Gesunde und ausgewogene Ernährung versorgt den Embryo bei seiner rasanten Entwicklung optimal. Gesunde, leicht verdauliche Produkte sorgen für die Zufuhr von genügend Vitaminen und Mineralstoffen.
10. Woche
Außenohr und Nasenspitze wachsen. Daumen und Zeigefinger entwickeln sich langsam auseinander. Die Augen sind weit geöffnet und noch nicht von den Lidern bedeckt. Das Herz ist vollständig und in eine rechte und eine linke Herzhälfte unterteilt. Rund 3 Zentimeter misst der Embryo und wiegt etwa 13 Gramm. Der Embryo ist nun „vollständig“, alle Organe sind angelegt. Ab jetzt muss er „nur noch“ reifen und wachsen.
Auch für Sie ist die Schwangerschaft „Hochleistungssport“. Die Funktion der Nieren nimmt zu, Ihr Blutvolumen steigt um etwa 35 Prozent, Ihre Gebärmutter wächst von ca. 70 Gramm zu Beginn der Schwangerschaft auf rund 1.000 Gramm am Ende.
11. Woche
Der Embryo wird zum Fötus. Vor allem die Entwicklung des Gesichtes lässt den Fötus nun nicht mehr wie ein kleines Tier in der Urzeit aussehen: Augen und Ohren sitzen am rechten Platz. Mund und Nase entwickeln sich weiter. Lider bedecken nun die Augen und im Verborgenen reift der Augapfel heran.
Sie kommen nun leichter aus der Puste. Das Herz schlägt schneller, da die Blutmenge zunimmt und das Herz eine größere Leistung erbringen muss: Etwa 25 Prozent Ihres Blutes werden direkt von der Plazenta benötigt.
12. Woche
Das Baby tobt. Zwar noch völlig aus dem Reflex heraus, aber die Muskeln, über die das Kind nun verfügt, ermöglichen es ihm, Arme und Beine zu bewegen, den Kopf zu drehen und Fäustchen zu machen. Unter den bereits angelegten Milchzähnen formiert sich die Batterie der zweiten, bleibenden Zähne.
Langsam verschwinden Übelkeit und Müdigkeit. Drei Monate haben Sie schon geschafft und werden dabei bis zu zwei Kilogramm zugenommen haben. Nur rund 48 Gramm entfallen dabei auf Ihr Baby. Der Rest verteilt sich auf Plazenta und Fruchtwasser, Busen und die größere Gebärmutter.
13. Woche
Die ersten Knochen haben sich auf dem Knorpelgewebe entwickelt. Bein- und Beckenknochen sind erkennbar, die Rippen formen sich heraus.
Immer in Maßen und aufhören, wenn es schwer fällt. Das gilt auch für den Sport. Im Wasser beispielsweise fühlt sich der schwangere Körper pudelwohl, die Glieder werden leicht und sonst mühsame Bewegungen werden wieder einfach.
14. Woche
Wenn Ihr Kind ein Junge wird, hat es nun schon einen kleinen Penis. Sollte es ein Mädchen werden, wandern die Eierstöcke in den Unterleib. Nun starten die Geschlechtsdrüsen mit der Produktion von Hormonen, die für das Ausreifen der äußeren Geschlechtsorgane notwendig sind.
Sie sind über 35 Jahre alt? Dann zählen Sie rein medizinisch gesehen zu den Risikoschwangerschaften. Doch keine Sorge, wenn keine Schwierigkeiten auftreten, wird die Schwangerschaft ihren ganz natürlichen Gang nehmen.
15. Woche
Ihr Baby ist nun in der Lage, seinen Mund zu öffnen, zu schließen und Saugbewegungen zu vollführen. Sein Skelett bildet sich immer weiter. Mithilfe des Ultraschalls kann der Umfang des Kopfes gemessen werden.
Ihre Taille verschwindet bis auf weiteres, der Bauch wird runder, langsam passen Hosen und Röcke nicht mehr. Oft scheinen schwangere Frauen auch weichere Gesichtszüge zu haben. Das kann durch Wassereinlagerungen unter der Haut geschehen.
16. Woche
In dieser Woche fängt die Schilddrüse an, ihr Hormon zu produzieren. Es sichert unter anderem das Wachstum des Babys.
Für eine optimale Funktion braucht die Schilddrüse Ihres Babys Jod, das über die Ernährung zugeführt wird. Von vielen Ärzten wird die Einnahme von Jod-Tabletten zur Nahrungsergänzung angeraten.
17. Woche
Etwa 16 Zentimeter misst Ihr Baby von Kopf bis Fuß und wiegt rund 135 Gramm. Sauerstoff bekommt es weiterhin über Ihr Blut. Dennoch finden bereits Atembewegungen statt – unregelmäßig und ohne jede Bedeutung. Das Kind übt das komplizierte Zusammenspiel von Atmen und Schlucken.
Sie kommen leicht ins Schwitzen. Das hängt mit dem natürlichen Anstieg der Körpertemperatur während der Schwangerschaft zusammen. Übrigens ist es normal, wenn sich in der Schwangerschaft die Menge an Scheidensekret deutlich erhöht.
18. Woche
Ihr Kind bewegt sich mit vollem Körpereinsatz, tritt oder „schlägt“ Sie.
Auf einmal spüren Sie Ihr Kind. In dieser Phase der Schwangerschaft geht es den meisten Frauen seelisch wie körperlich blendend. Anfängliche Beschwerden sind endgültig verschwunden. Die Freude auf’s Kind nimmt Überhand. Ein zusätzliches Wärmeempfinden ist normal – im Winter angenehm, im Sommer manchmal ein wenig lästig.
19. Woche
Die Nervenfasern Ihres Babys vernetzen sich zunehmend, die Muskeln werden stärker, die Bewegungen bestimmter und die Feinmotorik beginnt sich zu entwickeln. Ihr Kind hat sich sein eigenes Fitnessprogramm ausgedacht, um seine Muskulatur mit Greifen, Wenden, Treten und Boxen weiter aufzubauen. Langsam beginnt der Fötus nun auch Fett anzusetzen.
Spätestens jetzt fängt Ihr Bauch an deutlich zu wachsen. Die Schwangerschaft wird nun vermutlich auch für andere sichtbar.
20. Woche
Halbzeit – und Ihr Kind kann hören. Es hört nicht nur Ihren Herzschlag oder das Rauschen Ihres Blutes. Es nimmt Geräusche von der Außenwelt wahr. Die endgültige Anzahl der Nervenzellen – 12 bis 14 Milliarden – ist jetzt vorhanden. Wenn das Gehirn mit 18 Jahren ausgereift ist, beginnt der langsame Abbau der Zellen.
Stillen oder nicht? Sind Sie noch unentschlossen? Erschrecken Sie nicht, wenn aus der Brust schon jetzt vereinzelt ein wenig Milch tropft. Die natürliche Vorbereitung Ihres Körpers auch auf die Zeit nach der Geburt ist bereits in vollem Gange.
21. Woche
Das Baby misst von Kopf bis Fuß etwa rund 21 Zentimeter und wiegt etwa 330 Gramm. Es schläft zwischen 16 bis 20 Stunden am Tag – manchmal tief, manchmal leicht. Den Rest des Tages verbringt es mit „Sportprogramm“.
Jede zweite Frau leidet an Sodbrennen. Das bedeutet, dass der Schließmuskel zum Magen durch den Druck der Gebärmutter manchmal offen bleibt. Dadurch fließt Säure zurück. Zudem können Hände und Füße durch vermehrte Wassereinlagerungen leicht anschwellen – unangenehm, aber normal.
22. Woche
Inzwischen ist die Haut Ihres Babys undurchsichtig und rötlich. Allerdings noch sehr runzelig, da der Körper des Ungeborenen noch dünn ist und nicht genügend Fett angesetzt hat. Die Gesichtsmerkmale ähneln nun schon sehr denen eines Neugeborenen.
Die Körperpflege (z. B. Feuchtigkeit für die Haut und Zupfmassagen) wird für Sie jetzt immer wichtiger, da das Gewebe von Bauch und Brust durch das rasche Wachstum unter extremer Belastung steht. Die ersten Schwangerschaftsstreifen können auftauchen. Sie verschwinden auch nach der Geburt nicht mehr, allerdings verblassen sie mit der Zeit.
23. Woche
Ihr Kind bekommt Haare, spärlich, aber immerhin. Auch die Nägel beginnen zu wachsen. Die Gehirnzellen reifen und Ihr Kind ist imstande, zu begreifen und sich zu erinnern.
Kribbeln, schwere Beine, Krampfadern und Hämorrhoiden sind auch mögliche Beschwerden Ihrer Schwangerschaft. Bei Bedarf verordnet Ihr Arzt eine geeignete Therapie.
24. Woche
Der Kopfdurchmesser Ihres Babys hat jetzt etwa 6 Zentimeter erreicht. Vom Scheitel bis zur Sohle ist der kleine Knirps rund 26 Zentimeter groß und wiegt etwa 500 Gramm. Die Augen sind zwar noch geschlossen, aber es wachsen schon die Wimpern.
Gegen Ende dieser Woche kann die Gebärmutter Nabelhöhe erreichen.
25. Woche
Ihr Baby nimmt mit Mund und Haut Fruchtwasser auf, das teilweise in Form von Urin wieder ausgeschieden wird. Am Ende der Schwangerschaft wird das Fruchtwasser innerhalb von zwei Stunden erneuert. Die Fruchtwassermenge schwankt während der gesamten Schwangerschaft zwischen 300 Millilitern und 1,5 Litern.
Ihre Organe werden durch das schnell wachsende Baby aus ihrer eigentlichen Lage verdrängt. Ihre Atmung kann mühsamer werden und auch der Gang zur Toilette wird öfter nötig.
26. Woche
Ihr Kind misst nun von Kopf bis Fuß etwa 30 Zentimeter und bringt etwa 650 Gramm auf die Waage. Sollte es jetzt zu einer Frühgeburt kommen, hat Ihr Kind bereits eine Überlebenschance.
Ihr Bauch kann jetzt schon sehr rund sein. Die angespannte Haut kann immer häufiger jucken. Zu Beginn der Schwangerschaft waren Sie event_olduell oft müde, nun beginnt die Schlaflosigkeit als eine weitere unangenehme Begleiterscheinung
27. Woche
Die Haut Ihres Babys verliert die unzähligen Falten und beginnt sich zu glätten, da sich wachsende Fettpölsterchen bemerkbar machen. Ihr Kind lebt mit: Stimmen, Geräusche und auch Ihre Gefühle bleiben ihm nicht verborgen. Sie werden es an seinen Tritten und Hieben deutlich spüren.
In Ihren Brüsten kann sich zu diesem Zeitpunkt schon die Vormilch, das so genannte Kolostrum, bilden. Diese Milch ist leicht verdaulich und versorgt Ihr Kind nach der Geburt mit den ersten Mahlzeiten, solange bis die endgültige Muttermilch fließt.
28. Woche
Ihr Baby öffnet die Augen und ist in der Lage, hell und dunkel zu unterscheiden. Es trinkt mehr und mehr Fruchtwasser. Fast die gesamte Flüssigkeit durch den Verdauungsapparat, wird von den Nieren gefiltert und wieder ausgeschieden. Bis zu einem halben Liter Urin landet so täglich im Fruchtwasser.
Sie nehmen schnell zu. Nicht nur das Kind wächst, sondern auch die Plazenta und die Fruchtblase drücken auf die Waage. Fettpolster nisten sich bei Ihnen ein – ein natürliches Reservedepot, dem Sie nicht entrinnen können.
29. Woche
Das Gehirn Ihres Kindes bildet sich weiter aus. Ein kompliziertes Netz entsteht, das für die Reizleitung der Nerven benötigt wird. Jeder „Strang“ des Netzes wird zur schnelleren Übertragung der Reize mit einer Schutzhülle isoliert. Die Nervenfasern entstehen.
Ein halbes Kilo mehr auf der Waage sind allein in dieser Woche keine Seltenheit. Ihr Bauch dehnt sich mehr und mehr, Ihr Nabel fängt langsam an, sich nach Außen zu wölben.
30. Woche
die Haut des Ungeborenen wandelt ihre Farbe von rot zu rosa. Der kleine Körper wird runder, dank der Fettablagerungen, die nun bis zu 8 Prozent seines Gewichts ausmachen können.
Erscheint in der Mitte Ihres großen Bauches eine gerade dunkle Linie? Das ist die so genannte „linea nigra“, die dank der zunehmenden Pigmentierung Ihrer Haut auftreten kann. Sie wird aber auch einige Zeit nach der Geburt wieder verschwinden.
31. Woche
Ihr Baby schluckt weiterhin viel Wasser, das von Nieren, Magen und Darm verarbeitet wird. Es wird angenommen, dass das Fruchtwasser seinen Geschmack je nach Ernährung der Mutter ändert. Ihr Kleines entdeckt zudem seinen Geschmackssinn.
Geben Sie Acht vor Infektionskrankheiten. Bakterien und Viren können in diesem Stadium die Plazenta-Schranke passieren, da die Zottenwand dünner geworden ist, um größere Mengen Nährstoff passieren zu lassen.
32. Woche
Für Ihr Baby wird es langsam eng in Ihrem Bauch. Es bewegt sich jetzt weniger und beschäftigt sich damit, eine bequeme Lage zu finden. Sollte Ihr Kind bereits jetzt auf die Welt kommen, hätte es gute Überlebenschancen. Zwar sind seine Lungen noch nicht ausgereift, aber Dank medizinischer Möglichkeiten, die Atmung zu unterstützen, besteht diese Chance.
In Vorbereitung auf die Geburt kann sich der Uterus zusammenziehen. Die Kontraktionen dauern etwa 20 Sekunden und es kann sein, dass Sie nichts davon spüren. Dafür spüren Sie event_olduell Ihr Becken, das schmerzt, da es sich ausgedehnt hat.
33. Woche
40 Zentimeter kann Ihr Kind schon groß sein und etwa 1.700 Gramm schwer. Ihr Kind dreht sich nun in seine Geburtslage. Normalerweise liegt der Kopf unten und kommt als erster Teil des kindlichen Körpers auf die Welt. Das trifft in 95 Prozent der Fälle zu.
Vermeiden Sie es, Ihr zusätzliches Gewicht dadurch auszugleichen, dass Sie sich nach hinten lehnen: Die Perspektive ändert sich und somit auch Ihr Schwerpunkt. So kann es passieren, dass Sie häufig anstoßen oder Dinge aus den Händen verlieren.
34. Woche
Ihr Baby hat einen höheren Kalziumspiegel im Blut als Sie selbst. Es benötigt diese Mengen zum Wachstum seiner Knochen. Die Plazenta schafft das Kalzium heran, indem sie die Reserven der Mutter anzapft.
Ende dieser Woche beginnt der Mutterschutz.
35. Woche
Eine grün-schwarze, klebrige Masse füllt die Gedärme Ihres Kindes – das Mekonium oder auch Kindspech genannt. Es besteht aus Rückständen von Zellen und Fett aus dem Fruchtwasser, Haaren, Schleim und Gallenflüssigkeit. Nach der Geburt wird die Masse vom Kind ausgeschieden. Die meisten Kinder drehen sich spätestens jetzt in ihre endgültige Geburtslage.
Ihre Gedanken richten sich immer mehr auf die Geburt und das erwartete Kind. Wie wird es wohl aussehen?
36. Woche
Der feine Flaum, die Lanugohaare, die den gesamten Körper bedecken, fallen aus. Ihr Baby hat noch kein eigenes Immunsystem. Es bekommt seine Antikörper über Sie und ist damit gegen alles geschützt, wogegen auch Sie Abwehrstoffe aufgebaut haben.
Es kann zu unregelmäßigen Vorwehen kommen. Einige von diesen Kontraktionen können stark und schmerzhaft werden. Doch sie kommen nicht oft vor und auch nicht in regelmäßigen Abständen. Das ist der feine Unterschied zu den richtigen Wehen, die in regelmäßigen Abständen auftreten.
37. Woche
Ihr Kind wächst immer weiter, rund 45 Zentimeter ist es nun schon groß und wiegt etwa 2.400 Gramm.
Ihre Plazenta hat mittlerweile eine Größe von 20 bis 25 Zentimetern erreicht, ist 3 Zentimeter dick und rund 500 Gramm schwer. Genügend Fläche, um den Austausch von Nährstoffen und Abfallstoffen zwischen Ihnen und Ihrem Kind zu gewährleisten.
38. Woche
Ihr Baby produziert Kortison, ein Hormon, dass die Lungen auf den ersten Atemzug vorbereitet. Denn sofort nach der Geburt ist der Blutkreislauf des Kindes ein anderer und nicht mehr mit dem Ihren verbunden.
Sollten sie mit Sorge auf die bevorstehende Geburt blicken: Das ist völlig normal. Viele Schwangere werden kurz vor der Geburt extrem aktiv, putzen Fenster, wischen die Schränke aus. Das „Nest“ für den Neuankömmling wird herausgeputzt. Unterdrücken Sie nicht unbedingt diesen „Nestbau-Instinkt“. Halten Sie zudem Ihre Tasche für die Klinik bereit.
39. Woche
Es ist zu eng. Ihr „Untermieter“ hat seine Arme auf der Brust verschränkt, die Beine angewinkelt und bewegt sich kaum noch.
Erschrecken Sie nicht, wenn die Bewegungen Ihres Kindes nachlassen. Denn es ist mittlerweile etwa 50 Zentimeter groß und zirka 3.000 Gramm schwer.
40. Woche
An vielen kleinen Zeichen können Sie erkennen, dass die Geburt bevorsteht: z. B. an plötzlicher Müdigkeit oder Übelkeit. Grund dafür ist die hormonelle Veränderung, die die Geburt auslöst. Grund in die Klinik zu fahren ist eine geplatzte Fruchtblase oder eine leichte Blutung, die Zeichnungsblutung. Auch regelmäßige Wehen alle zehn Minuten über mindestens eine Stunde sind ein Grund.










