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Ämter-Checkliste

Mutterschutz

So wie Ihr Kind geschützt werden sollte, sollten Sie es auch. In den letzten sechs Wochen vor der Entbindung dürfen Sie deshalb grundsätzlich nicht beschäftigt werden - es sei denn, Sie wollen es. Nach der Geburt dauert der Mutterschutz im Regelfall acht Wochen - bei Früh- und Mehrlingsgeburten verlängert er sich sogar auf zwölf Wochen. In der Zeit der Schutzfrist nach der Entbindung besteht für die Mutter ein zwingendes Beschäftigungsverbot.

Der Mutterschutz wird beim Arbeitgeber der Mutter beantragt. Zur Anerkennung benötigen sie eine Bescheinigung des Arztes über Ihren voraussichtlichen Geburtstermin.

Geburtsurkunde

Eine Woche lässt Ihnen der Gesetzgeber Zeit, einen Namen für Ihr Kind auszuwählen und seine Geburt beim örtlichen Standesamt beurkunden zu lassen. Meist können die Kinder auch schon direkt im Krankenhaus angemeldet werden.

Mitbringen müssen sie die Geburtsbescheinigung der Klinik oder Hebamme, Personalausweis und Heiratsurkunde bzw. bei Unverheirateten die Geburtsurkunde der Mutter und die Vaterschaftsanerkennung.

 

 

Elterngeld

Das Elterngeld hat das Erziehungsgeld abgelöst und steht allen Eltern nach der Geburt eines Kindes zu. Pausiert ein Elterteil für die Erziehung, wird es zwölf Monate lang gezahlt. Bleibt auch der andere Elternteil mindestens zwei Monate zu Hause, erhöht sich die Laufzeit auf 14 Monate – so wie generell bei allen Alleinerziehenden.

Bei Berufstätigen entspricht der Betrag etwa 67 Prozent vom Nettolohn des jeweils pausierenden Elternteils - maximal jedoch 1.800 Euro monatlich. Aber Achtung: Rückwirkend wird das Elterngeld nur bei Antragstellung innerhalb der ersten drei Monate gezahlt. Notwendig dazu sind Geburtsurkunde des Kindes im Original, Bescheinigung der Krankenkasse über Mutterschaftsgeldzahlung, Bescheinigung des Arbeitgebers über Zuschuss zum Mutterschaftsgeld nach der Entbindung, Einkommenserklärung bzw. Lohn- und Gehaltsbescheinigungen.

Welche Elterngeldstelle für Sie zuständig ist, erfahren Sie unter anderem auf der Website des Bundesministeriums für Familie.

Kindergeld

Das Kindergeld, auf das alle Eltern, unabhängig von der Höhe Ihres Einkommens, Anspruch haben, muss möglichst bald nach der Geburt beim zuständigen Arbeitsamt (Familien- oder Kindergeldkasse) beantragt werden, da es nur für sechs Monate rückwirkend gezahlt wird. Kindergeld gibt es maximal bis zum 27. Geburtstag des Kindes. Es wird unabhängig vom Elterngeld ausbezahlt und beträgt 184 Euro monatlich für das erste und zweite Kind, 190 Euro für das dritte Kind und 215 Euro für jedes weitere. Details erfahren Sie bei zuständigen Arbeitsamt, einen Antragsvordruck finden Sie online auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit.

Krankenversicherung

Zum optimalen Schutz Ihres Kindes gehört, dass Sie es direkt nach der Geburt krankenversichern. Ob es zur Familienversicherung bei der Krankenkasse der Mutter oder des Vaters angemeldet wird, ist bei gesetzlich Versicherten egal. Es ist eine reine Formalität und kostet Sie keinen Cent mehr. Nur bei Privatversicherungen muss ein eigener Vertrag für das Kind geschlossen werden.

Einwohnermeldeamt

Um das Kind auf die Lohnsteuerkarte eintragen zu lassen, gehen Sie zum Einwohnermeldeamt. Neben Ihrer aktuellen Lohnsteuerkarte benötigen Sie dazu Ihren Personalausweis sowie die Geburtsurkunde Ihres Kindes. Möchten Sie auch Ihre Steuerklasse ändern lassen, sollten Sie ggf. auch die Lohnsteuerkarte des Ehegatten dabeihaben.

Elternzeit

Anspruch auf Elternzeit haben Mütter und Väter, die in einem vertraglichen Arbeitsverhältnis stehen – egal ob in Teilzeit oder Vollzeit, ob als Auszubildende, Umschüler, in Heimarbeit Beschäftigte oder zur beruflichen Fortbildung. Die Elternzeit beträgt insgesamt drei Jahre. Mutter und Vater dürfen auch gemeinsam Elternzeit nehmen. So können Sie einen Teil oder sogar die gesamte Zeit gemeinsam mit dem Kind verbringen. Für Mütter beginnt die Elternzeit frühestens im Anschluss an den Mutterschutz, also normalerweise acht Wochen nach der Geburt. Väter können die Elternzeit schon vor der Geburt, d.h. während des Mutterschutzes der werdenden Mutter antreten. Während der Elternzeit besteht Anspruch auf Eltern- und Kindergeld. Die meisten Kranken- und Sozialversicherungen laufen beitragsfrei weiter.

Vaterschaftsanerkennung

Eine Vaterschaftsanerkennung kann zu jedem Zeitpunkt vor und nach der Geburt erfolgen. Voraussetzung ist allein die Zustimmung der Mutter. Für die Beurkundung der Vaterschaft benötigt das Standes- oder Jugendamt die Personalausweise und Geburtsurkunden beider Elternteile sowie natürlich die Geburtsurkunde des gemeinsamen Kindes.

Auch das Sorgerecht kann danach geteilt werden. Dazu müssen Nichtverheiratete beim Jugendamt oder Notar eine gemeinsame Erklärung abgeben.



Das passt zu dieser Lebensphase